Muss ich mein Baby abtreiben?

 

Was passiert bei einer Abtreibung?

Die meisten Abtreibungen werden durch Absaugen gemacht. Dabei führt der Arzt ein Saugrohr in die Gebärmutter ein, mit dem er den Körper des Kindes heraussaugt. Damit nichts zurückbleibt, werden die Reste mit einem Messer ausgeschabt.

Während des Vorganges ist die Mutter unter Vollnarkose oder nur örtlich betäubt.

 

Was sagt das Gesetz?

In Österreich gilt Abtreibung als Unrecht und ist daher verboten. Sie wird aber in den ersten 12 Wochen nach der Einnistung des Kindes nicht bestraft. Diese Frist hat zum Begriff „Fristen-Regelung” geführt.

Wenn das Kind älter als 12 Wochen ist, wenn keine ärztliche Beratung vorausgeht oder wenn die Abtreibung nicht von einem Arzt durchgeführt wird, ist Abtreibung grundsätzlich strafbar (§§ 96–97 StGB).

 

Was heißt Abtreibung für mein Baby?

Für das Baby ist Abtreibung der gewaltsame Tod im Mutterleib. Kein später geborenes Kind kann das abgetriebene Kind ersetzen. 

Im nebenstehenden Bild sieht man die Füßchen eines Babys, das mit drei Monaten abgetrieben wurde.

 

 

Gibt es Folgen für die Mutter?

Körperliche Folgen

Abtreibungen können Verletzungen in der Gebärmutter zur Folge haben. Das kann zu starken Blutungen führen. Wenn Teile des Kindes oder der Plazenta zurückbleiben, können Infektionen oder Entzündungen entstehen. Manche Frauen sind durch Abtreibung auch unfruchtbar geworden.

Seelische Folgen

Häufiger sind aber die Folgen für die Seele. Viele Frauen leiden unter Schuldgefühlen oder innerer Leere. Andere haben Depressionen, und wieder andere häufige Albträume. Manche Frauen bekommen Weinkrämpfe, wenn sie Kinder oder schwangere Mütter sehen.

Besonders schlimm ist der Zustand oft zum Zeitpunkt des errechneten Geburtstermins. Es gibt Spätfolgen, die sich erst viele Jahre nach der Abtreibung zeigen. Sie können spätere Beziehungen beeinträchtigen und ein gelungenes, glückliches Leben erschweren.

In der Diskussion nennt man diese Folgen manchmal „Post-Abortion-Syndrom” (=Nach-Abtreibungs-Syndrom). Ein guter und seriöser Arzt wird dich darüber umfassend aufklären. Fühlst du dich nicht aufrichtig oder ausreichend informiert, solltest du mit jemandem anderen sprechen.

 

Wenn du dich in einer Krisensituation befindest, dann bedenke auch Folgendes: In Panik trifft man oft falsche Entscheidungen. Abtreibung lässt sich nie mehr rückgängig machen! Viele „Überraschungskinder” sind nach der Geburt der Liebling aller und nicht mehr wegzudenken.

 
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