Adoption und Babyklappe - ein Ausweg?
Wenn eine Frau ihr Kind zur Adoption freigibt, ist sie deshalb nicht eine schlechte Mutter. Im Gegenteil. Sie schenkt dem Kind das Größte, was es besitzt: das Leben. Sie trägt es 9 Monate lang liebevoll in sich und bringt es zur Welt. Weil sie in ihrer Situation das Kind nicht selbst aufziehen kann, vertraut sie sein Glück guten Adoptiveltern an. Dadurch haben auch kinderlose Paare eine Chance, Mutter und Vater zu werden.
Eine Mutter, die ihr Kind zur Adoption freigibt, kann bei der Auswahl der Adoptiveltern selbst mitentscheiden. Wenn sie möchte, kann sie weiterhin zu ihrem Kind Kontakt pflegen (=offene Adoption). Sie kann aber auch anonym bleiben, und sich über die Jugendabteilung der zuständigen Behörde über ihr Kind erkundigen (=Inkognitoadoption).
Anonyme Geburt
In vielen Krankenhäusern kann eine Mutter ihr Kind zur Welt bringen, ohne dabei ihren Namen bekanntzugeben (=anonyme Geburt). Nach der Geburt hat sie noch 8 Wochen Zeit, es doch anzunehmen. Erst danach wird es zur Adoption freigegeben.
Babyklappe
In Spitälern fast ganz Österreichs gibt es außerdem sogenannte „Babyklappen” („Babynester”). Dort kann die Mutter ihr Baby anonym abgeben. Es wird versorgt und dann ebenfalls zur Adoption freigegeben.
Beim zuständigen Jugendamt kann man sich anonym und unverbindlich erkundigen.
