Ich erwarte ein Baby
Wenn du entdeckst, dass du ein Kind erwartest, ist in deinem Körper schon einiges passiert:
Bei der Befruchtung entsteht eine neue Zelle mit 23 Chromosomenpaaren. Die Gene dieser Zelle unterscheiden sich sowohl von denen der Mutter als auch von denen des Vaters. Es sind genau die Gene, die den neuen Menschen sein Leben lang prägen werden. Auf diese Weise ist jeder Mensch von Anfang an ein einzigartiges Lebewesen.
5–12 Tage nach der Empfängnis nistet sich das Kind in der gut vorbereiteten Gebärmutterschleimhaut ein.
Aus dem Bauch des Kindes bildet sich bald die Nabelschnur. Wie eine Baumkrone verzweigt sie sich im Mutterkuchen (=Plazenta), damit das Kind genug Sauerstoff und Nahrung aufnehmen kann. Über diese Blutgefäße gibt das Kind auch Schadstoffe ans mütterliche Blut ab. Diese werden von der Mutter über die Nieren ausgeschieden.
18 Tage nach der Empfängnis wird das Gehirn angelegt. Schon nach 21 Tagen, also nach 3 Wochen, beginnt das winzige Herz zu schlagen.
Deine Regel ist jetzt schon einige Tage überfällig, aber vielleicht denkst du dir noch gar nichts dabei.
In der 6. Woche kann das Kind Arme und Hände bewegen. Bald wird es die Nabelschnur umfassen.
In der 8. Woche spricht man nicht mehr von einem Embryo, sondern bereits von einem Fötus. Er ist jetzt 3 Zentimeter groß. Von nun an sind alle Organe angelegt. Aber man sieht auch schon winzige Details wie Zehen, Brustwarzen und Augenlider.
Vielleicht hast du erst jetzt einen Schwangerschaftstest gemacht. Wärst du schon erwachsen und verheiratet, könntest du dich ohne Vorbehalt mit deinem Partner gemeinsam über das Kind freuen.
Doch du bist jung, noch in der Ausbildung? Vielleicht freust du dich zwar im Geheimen über dein Kind, aber gleichzeitig bist du verunsichert, hast Angst. Auch viele junge und sehr junge Mütter haben – oft mit der Hilfe von Verwandten oder Freunden – Kinder mit Freude zur Welt gebracht. Hier erfährst du, wie diese jungen Mütter ihr Leben gemeistert haben.
In der 9. Woche kann das Kind schon fühlen. Es reagiert auf bestimmte Reize. Werden die Handflächen berührt, versucht das Kind die Hände zu schließen. Bei Berührung der Wange wendet es seinen Kopf dem Reiz zu. Dieser Reflex wird später für das Stillen wichtig sein.
In der 12. Woche ist die Entwicklung der Körperfunktionen abgeschlossen. Das Kind kann bereits die Stirn in Falten legen und die Augenbrauen heben. Geschlecht und Fingernägel sind erkennbar. Das Kind reagiert auf Musik. Es schmeckt das süße Fruchtwasser, und lutscht gelegentlich am Daumen.
Schon bald beginnt das Kind zu greifen, zu schwimmen und sich zu drehen. Im 4. Monat spürst du zum ersten Mal sanfte Fußtritte in der Bauchhöhle. Mütter seid gewarnt: Das Baby schläft und wacht, wann es will. Man kann nur hoffen, dass es nicht die ganze Nacht über Purzelbäume schlägt.
Im 6. Monat beginnen Haare und Wimpern zu wachsen. Ab der 26. Woche ist das Kind außerhalb der Gebärmutter lebensfähig, denn es wird ein Schutzfilm gebildet, der die Entfaltung der Lungenbläschen ermöglicht.
Nachdem das Kind noch einmal deutlich an Gewicht zugenommen hat, lösen im 9. Monat Hormone die Geburt aus.




