Geschlechtsorgane beim Jungen

 

GLIED

Das Glied (=Penis) dient zum Urinieren und zum Ausstoß der Samenflüssigkeit (=Sperma). Der Teil des Gliedes, der die Erektion herbeiführt, heißt Schwellkörper. In ihm staut sich bei sexueller Erregung Blut, sodass das Glied steif wird und sich aufrichtet.

Eine Erektion kann auch durch mechanische Reize oder im Schlaf, insbesondere während der Traumphase (REM-Phase), auftreten. Viele Jungen und Männer wachen mit einer sogenannten „Morgenerektion“ auf. Das ist kein Zeichen für sexuelle Erregung, sondern zeigt, dass die Geschlechtsorgane normal funktionieren. Die Erektion geht innerhalb weniger Minuten von selbst wieder zurück.

Die Spitze des Penis heißt Eichel. Sie ist abgerundet, besonders empfindsam für Berührung und mit der Vorhaut ganz oder teilweise bedeckt. Bei mangelhafter Intimhygiene entsteht unter der Vorhaut ein weißlicher Belag (=Smegma), der Juckreiz oder Entzündungen verursachen kann. Tägliches Waschen mit Wasser ist also wichtig. Intimdeos, Salben oder Pflegemittel sind hingegen nicht notwendig.

Bei manchen Jungen ist die Vorhaut so eng, dass man sie nicht über die Eichel zurückziehen kann. Man spricht von einer Vorhautverengung (=Phimose). Wenn es dadurch zu Schwierigkeiten beim Urinieren und zu Entzündungen kommt, muss die Vorhaut durch eine kleine Operation erweitert oder (teilweise) entfernt werden.

 

HODEN UND PROSTATA

Den Hautbeutel unterhalb des Gliedes nennt man Hodensack. In ihm befinden sich die beiden Hoden. Sie bestehen aus feinen Kanälchen, in denen die Samenzellen (=Spermien) gebildet werden. Die Gesamtlänge dieser Kanälchen wird auf 300 Meter geschätzt! Die Zellen zwischen den Kanälchen bilden das Hormon Testosteron, das für die Entwicklung der männlichen Geschlechtsmerkmale unentbehrlich ist. Die Hoden sind häufig nicht gleich groß. Sie sind auch unterschiedlich hoch gelegen, damit sie nicht aneinander reiben können. An jedem der beiden Hoden liegt ein Nebenhoden mit einem 4 Meter langen Gangsystem. Die Samenzellen werden darin gesammelt und fertig entwickelt. Wenn sie reif sind, gelangen sie entweder bei einem Samenerguss durch die Samenleiter nach außen, oder sie lösen sich auf und werden vom Körper aufgenommen.

Im Hodensack ist es im Allgemeinen 2 – 4 Grad kühler als die normale Körpertemperatur. Das ist für die Samenzellen das ideale Klima zum Heranreifen. Von zu engen oder zu warmen Hosen ist abzuraten, weil sie die Entwicklung der Samenzellen behindern können.

Die Prostata ist eine Drüse unterhalb der Harnblase. Gemeinsam mit dem Samenbläschen bildet sie die Flüssigkeit, in der die Samenzellen schwimmen (=Samenplasma). 

 
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